Dienstversammlung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rennerod am 6. März 2026

Am 6. März 2026 fand in der Westerwaldhalle in Rennerod die diesjährige Dienstversammlung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rennerod statt. Zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie Gäste waren der Einladung gefolgt.

Verpflichtet, Geehrte und Beförderte Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen

Zu Beginn begrüßte der Verbandsgemeindebürgermeister Gerrit Müller die Anwesenden und stellte bereits viele Ehrungen und Beförderungen in Aussicht. In seiner Ansprache unterstrich er die immense Bedeutung des Ehrenamts für das Feuerwehrwesen. Anhand eines Beispiels aus Niedersachsen – mit rund 1,4 Millionen ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen gegenüber nur 24 hauptamtlichen Feuerwehren – machte er deutlich, dass der Brandschutz ohne freiwilliges Engagement nicht funktionieren würde. Besonders dankte er allen aktiven Feuerwehrleuten, den Gerätewarten sowie den Verantwortlichen in der Jugend- und Bambinifeuerwehr für ihre wichtige Basisarbeit. Als Vater wisse er, wie wertvoll und auch aufwändig die Betreuung und Förderung junger Menschen sei, so Gerrit Müller. Umso mehr freue es ihn, dass viele neue Mitglieder verpflichtet werden können.

Mit einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Kameradinnen und Kameraden gedacht.

Im Anschluss stellte Wehrleiter Heinz-Werner Schütz seinen Jahresbericht vor. Heinz-Werner Schütz zog eine Bilanz der Einsätze im vergangenen Jahr: Insgesamt wurden 139 Einsätze verzeichnet, ein Großteil davon ausgelöst durch Brandmeldeanlagen. Der größte Einsatz ereignete sich in Bretthausen, wo es zu einer Explosion eines Wohnhauses in der Ortsmitte kam. Für die Unterstützung bei diesem Einsatz dankte er insbesondere der Feuerwehr aus Bad Marienberg mit ihrer Drehleiter, der Feuerwehr Höhn sowie dem Technischen Hilfswerk. Insgesamt leisteten die Einsatzkräfte rund 482 Einsatzstunden – das entspricht etwa 60 Arbeitstagen.

Auch die Personalzahlen zeigen eine solide Entwicklung: 446 aktive Feuerwehrangehörige sind derzeit in der Verbandsgemeinde im Einsatz, ergänzt durch 137 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren und 36 Kinder in den Bambinifeuerwehren.

Manuel Haas als stellv. Wehrleiter informierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich Technik und Alarmierung. So müssen in der Verbandsgemeinde 86 Digitalfunkgeräte ausgetauscht werden. Ein bedeutender Schritt ist zudem die Einführung der digitalen Alarmierung: Diese geht offiziell am 31. März 2026 in den Wirkbetrieb, wird in der Verbandsgemeinde Rennerod jedoch bereits ab dem 9. März genutzt. Ab diesem Zeitpunkt entfällt die analoge Alarmierung vollständig. Sirenen werden künftig ausschließlich für den Katastrophenschutz eingesetzt, der letzte Sirenenprobealarm findet am 14. März 2026 statt. Die Probealarme der digitalen Melder erfolgen künftig jeweils am ersten Samstag im Monat um 12:00 Uhr. Die Alarmierung über Retteralarm bleibt weiterhin bestehen. Zudem wurde auf den Landeswarntag am 12. März 2026 hingewiesen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Ausbildung: René Luxenburger, ebenfalls stellv. Wehrleiter, berichtete von insgesamt 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Kreisausbildungen im Jahr 2025, bei rund 3.500 geleisteten Übungsstunden. Für das Jahr 2026 liegen bereits 99 Lehrgangsanmeldungen vor, wobei mit weniger verfügbaren Plätzen gerechnet werden muss. Perspektivisch ist geplant, die Lehrgangsanmeldungen zu digitalisieren. Die Truppmannausbildung wird künftig über zwei Jahre gestreckt, wobei insgesamt 80 Übungsstunden nachzuweisen sind.

Unter dem Punkt „Sonstiges“ informierte Heinz-Werner Schütz über weitere Entwicklungen: Die Beschaffung eines Abrollbehälters Wasser befindet sich auf einem guten Weg. Führungswesten werden ausgetauscht, und die Ausstattung der Gerätehäuser mit Ersatzstromversorgung wird im Laufe des Jahres 2026 weitgehend abgeschlossen. Liebenscheid soll noch in diesem Jahr versorgt werden, während der Zeitpunkt für Rehe derzeit noch offen ist. Zudem wird sich die Vorgehensweise bei Ölspuren ändern: Die Feuerwehr wird künftig nur noch Erstmaßnahmen durchführen, um ein Eindringen von Öl in die Kanalisation zu verhindern. Für die weitere Reinigung sind künftig der Landesbetrieb Mobilität oder die Ortsgemeinden zuständig. In Bretthausen steht aktuell keine Sirene zur Verfügung.

Im Anschluss nahm der Bürgermeister die Verpflichtungen und Ehrungen vor. Aus den Reihen der Feuerwehr Rennerod wurden Pius Flick und Jakob Türk als Feuerwehrmannanwärter verpflichtet. Ela Dalgic wurde zur Feuerwehrfrau ernannt, Samuel Funk zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Die Versammlung klang bei einem gemeinsamen Imbiss in kameradschaftlicher Runde aus.

Author P. Steuper mit Unterstützung von Ollama

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